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Pimp my Spiel(d)ecke.

Die 8 Monate Dauereinsatz konnte man Charlottes Spieldecke zuletzt deutlich ansehen. Waschen ist ja kein Problem, aber nachdem wir unserer Tochter mitgeteilt hatten, dass sie vorrübergehend auf ihre Decke verzichten muss, war das ihre Reaktion:



Also musste eine andere Lösung her. Deswegen haben wir uns eine erweiterbare Puzzle-Spieldecke angeschafft, mit der wir zur Not auch das komplette Wohnzimmer pflastern können.

Vorher:


Nachher:


Großes Gewinnspiel: Gib mir (Tier)namen!

Keine Angst: wie das Kind heißen wird, steht schon fest. Aber wir benötigen noch einen Namen für einen weiteren neuen Mitbewohner, denn heute kam der unser Langkuschler an!

Bis der Hase seinen offiziellen Namen von höchster Stelle bekommt, benötigen wir dringend eine Interimsbezeichnung. Zugegeben: "Langkuschler" ist ganz nett, aber Ihr findet bestimmt noch was besseres.

Im Idealfall sollte der Name ausdrücken, dass es sich
a) um eine Kuscheltier handelt
b) ein Hase ist
c) ziemlich groß ist

"Belgischer Kuschelriese" oder "Kuschelrammler" möchten wir allerdings von vornherein ausschließen. Vorschläge bitte bis zum 1. Juli an



Auf den Sieger wartet ein prestigeträchtiger Kleingewinn!

And the winner is ...


Angelcare Captiva - der Windeleimer, der so heißt wie ein Modell von Chevrolet. "Captivate" bedeutet übrigens sowohl "gefangen nehmen" wie auch "bezaubern". Deshalb gehe ich davon aus, dass das Teil alle Gerüche gefangen nimmt und uns damit entzückt.

Die Mechanik macht einen sehr soliden Eindruck, hat mir beim ersten Test allerdings fast die Hand vom Arm abgetrennt - hier sollte man wohl ein wenig aufpassen. Auch die günstigen Nachfüllfolien sind schon angekommen - inklusive einer Anleitung, wie man die leeren Original-Kassetten damit bestücken kann. Das ganze funktioniert mithilfe einer runden Vase(?).

Achja: das Babyphone ist auch schon da. Nach kurzer Überlegung haben wir uns für "Es-strahlt-und-funktioniert-DECT"-Modell von Philips entschieden. Die Alternative wäre ein "Es-strahlt-nicht-aber-dafür-hören-wir-immer-den-Polizeifunk"-Modell gewesen.


Heute abend bitte wieder Daumen drücken, damit wir uns ins Halbfinale rumpeln - auch ohne Jogi.

Windeleimer, Teil 2

Nachdem der erste Beitrag über moderne Windeleimer landesweit für Diskussionen gesorgt hat, möchte ich jetzt die Gelegenheit nutzen, um die Ergebnisse meiner umfangreichen Recherche vorzustellen:


Kandidat 1: Der Klassiker


Preis: ca. 5 Euro
Fassungsvermögen: ca. 10 Windeln
Einhandbedienung: nein
Geruchsdicht: nein
Medium: normale Müllbeutel, <0,1 Euro pro Beutel



Kandidat 2: Der Windeltwister


Preis: ca. 20 Euro
Fassungsvermögen: 28 Windeln
Einhandbedienung: ja
Geruchsdicht: ja
Medium: spezielle Beutel; eine Kassette kostet ca. 7 Euro und soll für einen Monat reichen.



Kandidat 3: Der Diaper Champ


Preis: ca. 50 Euro
Fassungsvermögen: 30 Windeln
Einhandbedienung: ja
Geruchsdicht: lt. Werbung ja; lt. Erfahrungsberichten nicht wirklich
Medium: normale Müllbeutel, <0,1 Euro pro Beutel



Kandidat 4 (NEU!) - Angelcare Captiva


Preis: ca. 9 Euro
Fassungsvermögen: 28 Windeln
Einhandbedienung: ja
Geruchsdicht: ja
Medium: spezielle Beutel, eine Kassette kostet ca. 7 Euro und soll für 180 Windeln (20-25 Tage) reichen.


Und nun?

Der entscheidende Vorteil der modernen Systeme soll anscheinend darin bestehen, dass man den Eimer nicht mehr täglich leeren muss. Aber dieses Verkaufsargument ist für uns nicht entscheidend. Mir ist wichtiger, dass man das Gerät mit einer Hand bedienen kann und dass es möglichst geruchsdicht ist. Da der Klassiker beide Anforderungen nicht erfüllt, hat er schlechte Karten.

Der Windeltwister ist günstig in der Anschaffung und verfügt über eine ausgereifte Mechanik, die ich zwar nicht nicht verstehe (siehe hier), aber toll klingt. Der große Nachteil sind zum einen die hohen Folgekosten und natürlich auch die mangelnde Umweltfreundlichkeit: durch das einzelne Verpacken jeder Windel wird natürlich auch eine Unmenge Plastikfolie verbraucht.

Über den Diaper Champ, bislang mein großer Favorit, liest man immer wieder, dass er bei weitem nicht so geruchsdicht ist, wie es der Hersteller gerne glauben machen will. Schlimm? Nein, aber dann kann man auch gleich zum Klassiker greifen, der nur ein Zehntel kostet.

Mein neuer Liebling ist die Neuentdeckung Captiva von Angelcare: das System arbeitet ähnlich dem Windeltwister-Prinzip und braucht auch spezielle Nachfüll-Kassetten. Allerdings werden die Windeln nicht einzeln eingeschweißt, sonder gesammelt, was natürlich eine Folienersparnis bedeutet (lt. Hersteller bis zu 80%). Hier stellt sich allerdings die Frage, warum die Nchfüllkassetten nicht billiger sind als die des Twisters.

In meiner Funktion als Sparfuchs habe ich aber entdeckt, dass bei ebay Folie angeboten wird, mit der man die leeren Kassetten selbst nachfüllen kann. Was bei Tintenstrahldruckern üblich ist, sollte bei Windeleimern doch auch keine Probleme machen.

Ein Captiva mit einer Nachfüllkassette kostet 12,90 EUR, was eine Fehlinvestition verschmerzbar machen würde. Denn der Babyticker weist mich darauf hin, dass ich langsam eine Entscheidung treffen sollte. Denn diese verantwortungsvolle Aufgabe hat mir Gabi jetzt komplett übertragen.

In der nächsten Folge unsere Baby-Equipment-Reihe:
Strahlungsarm oder leistungsstark: wir brauchen noch ein Babyphone!

Der Windeleimer ist tot. Lang lebe der Diaperchamp!

Einen Badeimer haben wir ja schon länger. Was aber noch fehlt, ist ein Windeleimer. Meine Annahme, dass ein Windeleimer einfach ein Eimer mit Deckel ist, in den man die schmutzigen Windeln steckt, war natürlich mal wieder sehr naiv.

Natürlich gibt es auch diese seit Jahrzehnten bewährten Modelle noch. Aber wollen wir als junge, moderne und kosmopolitische Eltern wirklich die gleichen langweiligen Windeleimer benutzen, in die schon unsere eigenen dreckigen Windeln gewandert sind? Vielleicht wollen wir das, aber wir dürfen es nicht! Wir müssen mit der Zeit gehen und Windeln auf möglichst moderne Art und Weise entsorgen.

Heutzutage heißen Windeleimer nicht mehr Windeleimer. Sie kommen aus den USA und heißen deswegen Windeltwister oder Diaperchamp. Sie lassen sich einhändig und vielleicht sogar per Sprachsteuerung bedienen und sind ein Wunderwerk der modernen Technik.

Der Windeltwister ist quasi so etwas wie die Senseo unter den Windeleimern: günstig in der Anschaffung, aber mit hohen Folgekosten verbunden. Der Grund ist das revolutionäre Schlauchsystem. Zitat des Herstellers:

„Durch den patentierten Dreh- und Versiegelungs- mechanismus wird sicher gestellt, dass alle Windeln sicher und dicht verschlossen sind. Jede Windel, die in den Eimer gegeben wird, wird einzeln von einer antibakteriellen Folie eingewickelt und verschlossen. Das bedeutet höchste Geruchskontrolle sowie Schutz vor Keimen und Schmutz.“


Toll, oder? Auch wenn das ganze ein wenig an die Fernsehwerbung von Katzenstreu erinnert. Wie gesagt: das Teure daran ist die antibakterielle Folie. Und hier kommt der Diaperchamp ins Spiel. Der Champ ist nämlich ein Twister, den man mit normalen Müllbeuteln bestücken kann. Sensationell! Laut Hersteller kann man so bis zu 250 Euro sparen. Und wenn wir unserem Kind mehr zu essen geben, steigt das Sparpotential in schwindelerregende Höhen.

Wie revolutionär das Entsorgungssystem des Diaperchamps ist, zeigt die Funktionsbeschreibung einer zufriedenen Anwenderin:

„Die gebrauchte Windel legt man oben in die Öffnung und betätigt dann den Griff (je nach Stellung nach vorne oder nach hinten - eine Drehung genügt). Dadurch wird der Zylinderkopf in einem Kolben durch die Schwerkraft von oben nach unten bewegt und befördert die Windel in den Eimer. Da dieser Kopf, bei dem es sich um eine runde dicke Scheibe handelt, recht schwer ist und es zusätzlich noch Dichtungsringe gibt, verschließt er den Eimer relativ dicht und geruchssicher“.


Zugegeben: ich habe keine Ahnung, wie das funktionieren soll, aber es klingt doch viel spannender als „Deckel auf, Windel rein, Deckel zu“. Champ, wir kommen!