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Auf zu neuen Zielen.


Wie der eine oder andere weiß, laufe ich seit ein paar Jahren regelmäßig. Oder besser gesagt: ich lief regelmäßig. Denn seit ca. einem Jahr haben meine Schuhe deutlich weniger Asphalt und Waldboden gesehen als in der Zeit zuvor. Der Grund dafür ist natürlich zum einen Charlotte, aber auch mangelnde Motivation. Denn im vergangenen Winter konnte ich mich einfach nicht aufraffen und wie in den Vorjahren nach der Arbeit im Dunkeln und bei Temperaturen um den Nullpunkt noch meine Runden drehen. Leider wurde das auch im Frühjahr nicht besser. Das eindrucksvolle Ergebnis meiner Trainingsfaulheit war der Osterlauf in Paderborn. Bei diesem Halbmarathon bin ich mit 2:09 h ins Ziel gekommen - und das keineswegs entspannt. In grauer Vorzeit hatte ich die Strecke auch schon mal 30 Minuten schneller geschafft und mich danach auch nicht schlechter gefühlt.

Jedenfalls soll das jetzt wieder anders werden. Und um mich zuätzlich zu motivieren, stehen auch die ersten Lauftermine fest:

23.09. Firmenlauf Stuttgart über ca. 7,5 km. Zielzeit: unter 36 Minuten
17.10. Bottwartal Teammarathon, 21,1 km. Zielzeit: definitiv unter 2 Stunden

Danach gilt es, gut über den Winter zu kommen und dann 2010 beim Hermann mitzulaufen. Und wenn das klappt, ist vielleicht sogar mal wieder ein Marathon drin. Aber der wichtigste Lauftermin 2010 ist natürlich der 19. Juni: Jolinchenlauf mit Charlotte!

Heißes Rennen in Stuttgart.

Der Stuttgarter Zeitung-Lauf scheint ein Abo auf heiße Temperaturen zu haben. Natürlich ist das bei einem Halbmarathon, der Ende Juni stattfindet, nicht ungewöhnlich. Aber das nach 10 Tagen kühlen Temperaturen und Regen pünktlich zum Lauf-Wochenende auf einmal subtropische Temperaturen herrschen, ist wirklich bemerkenswert.

Die Temperaturen gestern stellten alles andere in den Schatten: 33°C um 9:30 Uhr als die ca. 12.500 Läufer mit halbstündiger Verspätung auf die Strecke geschickt wurden. Diese führte nicht mehr nach Hofen und zurück wie bisher, sondern erstmals durch die Innenstadt. Obwohl von der großen Mehrheit gewünscht, fiel die Läufermeinung zur neuen Streckenführung erstaunlicherweise sehr zwiespältig aus. Viele fanden es in der Innenstadt zu eng, zu verwinkelt und die Anstiege zu knackig. Mir hat's gefallen, aber schneller ist die neue Strecke sicher nicht. Man läuft jetzt vom Stadion los und dann Richtung Wilhelma, biegt dort links ab in den Schwanentunnel. Dann gehts zum Bahnhof, von dort zum Kunstmuseum, Calwer Straße, Rotebühlplatz, über den Schlossplatz und dann durchs Gerichtsviertel wieder in den Osten, an der Villa Berg vorbei nach Wangen. An der Untertürkheimer Brücke wird der Neckar gequert und dann gehts wieder ins Stadion. Ganz einfach, oder? ;-)

Erschreckend war auf jeden Fall, wie viele Läufer mit Kreislaufproblemen am Rand behandelt werden mussten. Zum Glück ist der Lauf so gut ausgestattet (alle 500 Meter ein Defibrillator). Laut Zeitung wurden 300 Läufer behandelt und 10 mussten mit lebensgefährlichen Kreislauf-Problemen ins Krankenhaus - zum Glück haben sich alle erholt. Meiner Meinung nach ist der Grund für die vielen Kollabierten aber nicht das Wetter, sondern vor allem Unvernunft. Bei den Temperaturen kann man nun mal keine Bestzeiten laufen. Und starten sollte man auch nur, wenn man ausreichend vorbereitet ist.

Mir hat mein erstes echtes Hitzerennen jedenfalls Spaß gemacht, habe es locker angehen lassen, ohne zu trödeln und war nach dem dem Lauf noch fit genug um mit dem Fahrrad nach Hause zu fahren. :-)